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Kognitive Flexibilität und divergentes Denken für mehr Problemlösungs-Kompetenz

Aktualisiert: 17. Juli 2023


Frau, die nachdenkt. Ein paar Glühbirnen gehen spiralförmig von ihrem Kopf ausgehend in die Ferne. Symbolisiert flexibles und divergentes Denken.

In unserer VUCA-Welt ist die einzige Konstante, dass sich Unternehmen ständig anpassen müssen. Die Fähigkeit, Veränderungen zu antizipieren und daraus zu lernen, wird daher immer wichtiger. Voraussetzung dafür sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die spontan auf neue Herausforderungen und Aufgaben reagieren können. Und dafür braucht es kognitive Flexibilität und divergentes Denken. [1] Was genau darunter zu verstehen ist und wie man dieses Denken fördern kann, erfahrt ihr hier in diesem Beitrag.


Kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit, schnell zwischen verschiedenen Konzepten und Mustern zu wechseln. [1] Divergentes Denken ist wiederum die Fähigkeit, die Gedanken von einem Punkt aus in ganz unterschiedliche Richtungen „schweifen“ zu lassen. Eine offene, unsystematische und spielerische Herangehensweise an Aufgaben und Problemstellungen steht dabei im Vordergrund und soll helfen, Denkblockaden und „Selbstzensur“ zu überwinden. [2] [3]


Beide Denkweisen helfen beim Lernen unter Unsicherheit und beim Umgang mit komplexen Situationen. Der Haken: Diese Skills werden in „klassischen“ Trainingsformaten nicht geschult, zumal bislang unklar war, wie das vonstatten gehen soll. Inzwischen scheint die Forschung jedoch Ansätze gefunden zu haben, um kognitive Flexibilität zu bewerten und zu trainieren. Demnach könnten diese Kompetenzen

  • durch einfache Methoden auf Basis von SPIELEN,

  • durch das Erlernen neuer SPRACHEN sowie

  • durch vielfältigere SOZIALE INTERAKTIONEN

trainiert werden. Wer mehr dazu erfahren möchte, dem bieten wir in der Folge drei (plus Tausende weitere) Möglichkeiten, sich vertiefend mit diesen Themen auseinanderzusetzen.


1. Jüngste Forschungsergebnisse zum Thema kognitive Flexibilität


jonglierender Manager, der sich im luftleeren Raum bewegt

Kognitive Flexibilität hilft beim Lernen unter Unsicherheit und bei der Bewältigung komplexer Situationen. So steht es in einer Studie [1], die kürzlich in unserem Wissenshub für HR und OE gelandet ist. Forschende der University of Cambridge und der Nanyang Technological University gehen darin der Frage nach, wie sich kognitive Flexibilität auf den Unternehmenserfolg auswirkt und wie diese Kompetenz bei Mitarbeitenden gefördert werden könnte. Wir haben für euch die Kernbotschaften übersichtlich aufbereitet.




2. Ein spannendes Interview zum Thema divergentes Denken


Kennt ihr den "Büroklammer-Test"? Nein? Er wird bis heute von zahlreichen Forscherinnen und Forschern verwendet, um die Kreativität von Menschen zu messen. [1] Die Aufgabe lautet, sich neue, originelle Verwendungszwecke für eine Büroklammer auszudenken, und zwar so viele wie möglich innerhalb kurzer Zeit. Wir müssen gestehen, bis zu unserem Gespräch mit Fried. Große-Dunker – einem der Gründungsmitglieder von Dark Horse – kannten wir diesen Test auch nicht. Von Fried erfuhren wir unter anderem, dass uns Kinder im Vorschulalter hinsichtlich Kreativität und Ideenreichtum weit voraus sind, und dass Spiel und Spaß für divergentes Denken und innovatives Problemlösen wichtig sind.



3. Eine Spielanleitung für experimentierfreudige Unternehmen


Und zum Schluss stellen wir euch noch eine Spielanleitung zum divergenten Denken zur Verfügung, die wir, inspiriert durch das Gespräch mit Dark Horse, erstellt und in dieser Form auch in unserem Wissenshub für HR und OE im INNO-VERSE hinterlegt haben.


KURZBESCHREIBUNG

Der Büroklammertest wurde bereits 1950 von dem Psychologen Joy Paul Guilford entwickelt, der davon ausging, dass Intelligenz nicht einfach als eine Einheit betrachtet werden kann, sondern dass es mehrere Faktoren gibt, die Intelligenz ausmachen. Er unterschied zwischen drei Arten von Intelligenz: operative Intelligenz, Wissensintelligenz und kreative Intelligenz. Darauf aufbauend entwickelte Guilford eine Reihe von Tests, die die Fähigkeit der Testpersonen messen sollten, Probleme zu lösen, Informationen zu analysieren und kreative Lösungen zu finden. [2] [3]


KURZANLEITUNG

Ein Beispiel für diese Tests ist der sogenannte „Unusual Uses Test“ bei dem die Testperson aufgefordert wird, eine Liste mit ungewöhnlichen Verwendungsmöglichkeiten für einen gewöhnlichen Gegenstand, z. B. eine Büroklammer, zu erstellen. Mit dieser Übung soll die Fähigkeit der Testperson gemessen werden, kreativ zu denken und Probleme auf ungewöhnliche Weise zu lösen.

POSTER | DOWNLOAD

Büroklammerntest_DE
.pdf
Download PDF • 16KB

Viel Spaß beim Ausprobieren! Wer Lust auf weitere Tools hat, wird in unserem Wissenshub für HR und OE fündig. Der Link führt Mitglieder direkt zum Hub in unsere Tool-Welt. Solltest du noch kein Mitglied sein: Hier geht es zur Anmeldung.



... plus Tausende weitere Möglichkeiten für Top-Innovatoren


Eine gute Möglichkeit, zwischen verschiedenen Konzepten und Modellen zu wechseln sowie seine Gedanken von einem Punkt aus in ganz unterschiedliche Richtungen „schweifen“ zu lassen, bietet natürlich auch unser Innovationskompass, der Tausende Ideen, Konzepte und Lösungsansätze entlang aller Trends und Branchen bereithält, um darauf aufbauend an Lösungen und Innovationen zu arbeiten.

https://www.inno-verse.com/kompass

 

QUELLEN UND VERTIEFUNGSTIPPS

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