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Warum das Rad immer wieder neu erfunden werden muss


Sonnenuntergang: eine Hand hält ein futuristisch anmutendes Fahrrad gegen das Licht,  so dass nur eine Silhouette ersichtlich ist.

Am 3. Juni wird in einigen europäischen Ländern der Weltfahrradtag bzw. World Bicycle Day gefeiert, der erstmals 2018 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde und auf die Umweltbelastungen durch den Autoverkehr aufmerksam machen soll, zumal rund 18 Prozent* der weltweiten CO₂-Emissionen durch Straßenfahrzeuge verursacht werden. Deshalb haben wir aus unserem Innovationskompass drei zum Thema passende Beispiele herausgesucht, die zeigen, dass es durchaus Sinn macht, das „Rad“ immer wieder neu zu erfinden.

Mit portablem Akku-Kit normales Fahrrad im Handumdrehen zum E-Bike umrüsten


Ein E-Bike hilft, längere und steilere Strecken mit weniger Anstrengung zu bewältigen. Gerade Berufspendler, die möglichst frisch zur Arbeit kommen wollen, liebäugeln mit einem Elektrofahrrad. Was aber, wenn man sich kein teures E-Bike kaufen kann – oder will, weil man an dem alten Drahtesel hängt? Das Swytch-Kit des Londoner Unternehmens swytchbike setzt auf Umrüstung: Mit dem Swytch-Kit wird aus jedem Fahrrad mit wenigen Handgriffen ein E-Bike. Der Clou ist ein speziell angefertigtes, in allen Größen verfügbares Rad, an dem ein kompakter Elektromotor ohne Luftwiderstand befestigt ist. Dieser ist mit einem Steuerungsalgorithmus ausgestattet. Ein Pedalsensor stellt fest, ob der Fahrer aktiv tritt oder nicht. Der dazugehörige Akku wird mit einem Klick-Adapter am Lenker befestigt. Bis das Normalrad ein E-Bike ist, dauert es maximal eine Stunde. Das swytchbike-System ist für Reichweiten von bis zu 50 Kilometern ausgelegt. Damit dürften die meisten Alltagsradler glücklich werden: Pendlerdistanzen, Stadtfahrten, kurze Wege zum Einkaufen, ins Restaurant oder zum Sport sind spielend leicht zu bewältigen. Der Akku wird abgenommen, wenn das Rad irgendwo abgestellt wird, und passt gut in einen Rucksack. Das Ladegerät lädt ihn in maximal zwei Stunden voll auf. Natürlich bleibt das Fahrrad auch ohne eingeschaltete E-Unterstützung wie gewohnt nutzbar. [1]


Trend Wasserstoff-Fahrräder bald auch in Europa


Alternative zu E-Bike oder Pedelec gesucht? Bald schon sind die neuen Wasserstoff-Fahrräder, die für absolut saubere Mobilität stehen, auch in Europa erhältlich. In China durchaus gängig, stellt sich hier noch ein Problem dar, dass bisher kaum Stellen zum Betanken mit Wasserstoff zu finden sind. Und dieses „grüne Gold“ gilt zwar als heiße Option zu den herkömmlichen fossilen Brennstoffen, allerdings gelten Herstellung, Transport, Bereitstellung noch als sehr teuer – alle Strukturen um das Zurverfügungstellen eines neuen Triebstoffs müssten neu gedacht und umgebaut werden. Das französische Unternehmen Pragma Industries will ab dem Herbst die Räder mit Wasserstofftank dennoch ausliefern – der Gedanke, der die Firma antreibt: dass Wasserstoff-Energie endlich für alle zugänglich gemacht werden sollte. Bereits seit 15 Jahren entwickeln die Mitarbeitenden Wasserstoff-Brennstoffzellenmodule und haben nun die Angebotspalette um das alpha-Fahrrad mit Brennstoffzellen- und Wasserstoffspeicher erweitert. Wenn es um Geschwindigkeit und Reichweite geht, können die Wasserstoff-Räder durchaus mithalten: Sie erreichen bis zu 50 Kilometer/Stunde und fahren mit einer Ladung bis zu 100 Kilometer und das unabhängig von den Wetterbedingungen. Ein riesiges Plus: die extrem schnelle Ladezeit – mehrere Stunden bei einem E-Bike werden getoppt von ein paar Minuten, die es zum Betanken mit Wasserstoff braucht. [2]


Überdachtes All-Wetter-E-Bike


Jeder Dritte in Österreich benutzt mehrmals die Woche das Fahrrad und tut dadurch sich selbst und auch der Umwelt etwas Gutes. Doch ein Problem stellt oft das regnerische Wetter dar, weswegen viele wieder auf das Auto wechseln. Ein Wiener Start-up präsentiert nun das „All-Wetter-E-Bike“: ein dreirädriges Velomobil mit Vollverkleidung, mit dem das ganzjährige Fahren möglich wird. Konkret handelt es sich um einen Hybrid aus Auto und E-Bike, da es den Komfort und Schutz eines Autos mit den Vorteilen eines Fahrrads vereint. Durch ein modulares Antriebssystem kann das Mobil auf drei verschiedene Arten betrieben werden: durch Treten der Pedale, durch elektrische Unterstützung oder durch vollelektrischen Antrieb. Das Ducenti Bike wird durch acht Akku-Packs angetrieben, die ein patentiertes, energiesparendes System verwenden und bei der Herstellung auf recycelte und leichte Materialien setzen. Das Rad ist somit nicht nur innovativ, sondern auch nachhaltig. Momentan ist das überdachte E-Bike noch ein Prototyp: 2025 soll es auf den Markt kommen. [3]

Bildlink zum Anmelden zum Innovationskompass

In diesem Sinne: Eine innovative Radsaison. Und wer sich entlang aller Welttage und ihrer Themen für neue Ansätze inspirieren lassen möchte, kann einfach in unserem Kompass stöbern. Zum Beispiel zum jährlichen Tag der Ozeane am 8. Juni oder zum Tag der nachhaltigen Gastronomie am 18. Juni, um nur zwei weitere Beispiele zu nennen. Nachhaltige Lösungen sind jedenfalls in sehr vielen Bereichen gefragt, wie auch die Übersicht der internationalen Tage auf eine Blick verdeutlicht.


Grüße aus dem INNO-VERSE

Das gesamte in-manas-Team

 

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