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Wider Wüstenbildung und Dürre

Aktualisiert: 13. Juni 2023


vertrockneter Boden, der sich in der Ferne zu fruchtbaren Land entwickelt: eine Hand weist symbolisch in die Zukunft

Innovative Ansätze, die zeigen, wie die Revitalisierung „wüster“ und verödeter Gebiete gelingen kann


Jedes Jahr am 17. Juni soll der internationale Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre auf eine Verödung fruchtbarer Landflächen aufmerksam machen, zumal immer mehr Regionen der Welt davon betroffen sind. [1] Ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Gemeinschaft ist gefordert, um Lösungen zu finden. Wir haben uns in unserem Innovationskompass umgesehen, welche Ideen und Ansätze es dazu bereits auf der Welt gibt und haben euch 3 + 3 Beispiele aus unserem Kompass herausgesucht, die mögliche Wege aufzeigen, um den Wüsten dieser Welt wieder mehr Vielfalt und Leben einzuhauchen.


Wüsten zu Ackerboden machen, unkompliziert und kostengünstig


Große Areale dieses Planeten sind Wüste oder zumindest Landstriche mit wüstenähnlich unfruchtbarem Boden. Und diese Flächen weiten sich aus. Doch wie Meldungen von einer Uni in China andeuten, lassen sich solche Gebiete erstaunlich einfach und kostengünstig (wieder) fruchtbar und für den Ackerbau nutzbar machen. Für das Verfahren wurde der Begriff „Desert Soilization“ kreiert, also in etwa „Wüstenvererdung“. Im Kern geht es dabei um mechanisch-physikalische, rheologische Eigenschaften des Bodens. Dafür wird ein Sandgemisch auf Wasserbasis auf der einschlägigen Fläche ausgebreitet. Die Verbindung des Gemischs mit dem Boden entwickelt dann den Angaben zufolge die erforderlichen Wasser- sowie Nährstoffspeichereigenschaften und gewährleistet eine gute Belüftung. Somit soll der Boden die nötigen Beschaffenheiten aufweisen, die für das Gedeihen von Mikroorganismen erforderlich sind. Daraufhin sollen die neu angebauten Pflanzen ihrerseits völlig natürlich Humus bilden, sodass die betreffende Fläche wieder lohnenswerte Erträge abwerfen kann. Erste Versuche auf unterschiedlichen Böden und in unterschiedlichen Klimazonen sollen bereits erfolgreich verlaufen sein. [2] [3]


Nano-Ton belebt Wüsten im Handumdrehen und ermöglicht Nahrungsmittelproduktion


Die Idee: Wüstengelände frucht- und nutzbar machen. Das Unternehmen hinter der Entwicklung ist das norwegische Start-up Desert Control. Kleinste Ton-Partikel werden zusammen mit Wasser auf den Sandboden aufgesprüht. Da sich diese wie ein Mantel um die Sandkörner des Wüstenbodens legen und deren Oberfläche vergrößern, entsteht Raum für Wasser und Nährstoffe, die nun besser haften bleiben. Dabei geht es bei der Anlagerung des Liquid Natural Clay (LNC) um die magische Schicht von zehn Zentimetern in und direkt unter der Wurzelzone. So werden Trockenheit und Dürre eigentlich innerhalb weniger Stunden umgewandelt in fruchtbares Ackerland. Nach nur sieben Stunden können die ersten Pflanzen gesetzt werden. Und erst nach fünf Jahren sollte die fruchtbare Tonschicht erneuert werden. Zudem wird der Wasserbedarf um 47 Prozent gesenkt. Diese einfache Methode könnte Einsatz finden, um drängenden Hunger in weiten Regionen zu mildern. Allerdings ist das Verfahren derzeit noch recht teuer: Die Kosten liegen bei 1,50 Euro pro Quadratmeter – die Technologie soll weiterentwickelt werden, sodass der Preis gesenkt werden kann. Zudem muss der Ton, bestehend aus Nano-Partikeln, auf den jeweiligen Boden abgestimmt werden. Jahrelange Tests haben gezeigt, dass man eine ideal abgestimmte Rezeptur in Anpassung an den gegebenen Boden für beste Ergebnisse entwickeln muss. [4] [5]


Rasche, wassersparende Wiederaufforstung mithilfe von wachsbeschichtetem Kartonring


Was in den südlichen Regionen Europas schon seit Jahrzehnten ein Problem ist, wird durch den Klimawandel noch weiter verstärkt. Trockenheit und Brände setzen der Natur in diesen Gebieten immer öfter zu. Das Problem: Aufgrund der fehlenden oder zerstörten Vegetation ist es für die Böden noch schwerer, sich zu regenerieren, und Brände entstehen noch schneller als zuvor. Ein Teufelskreis, der nicht selten zu großflächigen Wüstenbildungen führt. Um dem entgegenzuwirken, müssen aktiv Maßnahmen ergriffen werden. Eine davon ist das von The Green Link ins Leben gerufene Projekt „Life Terra“, das sich der Wiederaufforstung von geschädigten Ökosystemen verpflichtet hat. Mithilfe des sogenannten Cocoons soll das nicht nur schnell, sondern auch besonders wassersparend möglich sein. Der Cocoon ist ein wie ein Donut geformter, wachsbeschichteter, hohler Kartonring, der die Samen umgibt und ihre Wurzeln mithilfe kleiner Fäden mit dem Wasser, das sich im Ring sammelt, versorgt. Platziert wird er direkt unter der Erdoberfläche, sodass der Deckel des Rings noch sichtbar ist. Im Loch des Rings schützt zudem ein faltbarer Einsatz die jungen Triebe vor hungrigen Hasen oder sonstigen kleinen Tieren. Bis 2025 soll es mit der Unterstützung des Cocoons gelingen, 500 Millionen Bäume neu anzupflanzen und die Regeneration der Böden anzukurbeln. [6] [7] [8] [9]


Drei weitere innovative Ansätze


Wer Lust auf drei weitere Beiträge zum Thema hat: Einfach auf den Bildlink klicken und in unser INNO-VERSE eintauchen.

Bildlink zu drei weiteren Innovationsbeispielen mit Bildern von Wüsten und Pflanzen


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In diesem Sinne wünschen wir viele „fruchtbare“ Ideen.


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